Pilotenausbildung: Der steinige Weg zum Meister des Flugverkehrs

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Sie ist eine der schwersten Ausbildungen und Traum vieler junger Menschen nach der Abitur: Die Ausbildung zum Piloten. Die Anzahl an Bewerbungen ist hoch und genauso hoch sind auch die Erwartungen von einem zukünftigen Linienpiloten. Doch was sind wohl die wichtigsten Voraussetzungen und Fähigkeiten, die man unbedingt mitbringen muss, um eine Ausbildung zum Flugkapitän schaffen zu können? Wir haben zu dem Thema recherchiert und zeigen Ihnen die wichtigsten und elementarsten Voraussetzungen für die erfolgreiche Absolvierung einer Pilotenausbildung.

Voraussetzungen um sich bewerben zu können:

Um einmal eine schriftliche Bewerbung losschicken zu können, ohne sofort aussortiert zu werden, müssen bereits einige Kriterien erfüllt werden. So sollte man entweder eine dreijährige Berufsausbildung geschafft haben, oder eine Abitur, Matura oder einen anderen im Herkunftsland gültigen Schulabschluss positiv geschafft haben. Englischkenntnisse und ein Mindestalter von 18 bis 20 Jahren sind im Normalfall ebenfalls erforderlich. Wer das bereits geschafft hat, kann sich die physischen und psychischen Anforderungen an die zukünftigen Flugkapitäne ansehen, die man erfüllen muss um zukünftig als Pilot im Einsatz zu sein.

Psychische Voraussetzungen:

Wer die Ausbildung zum Linienpilot bestehen will, muss unter allen Umständen beweisen, dass er stressresistent und verlässlich ist. Ein falscher Gedanke oder aufkommende Panik in Stresssituationen können verheerend ausgehen und das Leben vieler Menschen in Gefahr bringen. Gleichzeitig muss der Pilot beweisen, dass er in der Lage ist, viele Dinge auf einmal machen zu können, ohne das Konzept zu verlieren. Auch wenn es heutzutage einen Autopiloten gibt, wird dem Piloten indoktriniert, wie man das Flugzeug ohne technische Assistenten fliegt und auf klarem Kurs hält. Auch die Teamfähigkeit mit den Kollegen ist sehr wichtig. Egal ob es um den Fluglotsen, um die Kollegen auf der Bodenstation oder um den Umgang mit dem Copiloten geht: Der Umgang mit den Arbeitskollegen, egal welchen Sympathiewert sie haben, muss funktionieren, alles andere ist mehr als nur riskant und ein sofortiger Kündigungsgrund. Eine gewisse Basis in English, Deutsch und meistens auch Französisch ist Pflicht, je besser man sie kann desto mehr ist man seinen Konkurrenten voraus.

Physische Voraussetzungen:

Ein zukünftiger Pilot muss nicht nur jede Menge Grips und Aufnahmefähigkeit haben, sondern sollte auch körperlich einiges auf dem Kasten haben: Wer sensibel auf Gravitationskraft oder Erschütterungen reagiert, sollte sich besser nach einem neuen Berufsfeld umsehen. Auch die Sehkraft sollte voll da sein. Zwar sind Brillenträger erlaubt, trotzdem wird die Sehkraft (mit Brille oder ohne) gemessen und bildet einen großen Faktor bei der Entscheidung, ob der Bewerbende aufgenommen wird, oder nicht. Farbenblinde beziehungsweise –beeinträchtige können sich nicht als Piloten bewerben. Die meisten Fluglinien fordern von den Bewerbern „gute körperliche Konstitution“. Ein Schlagwort, das im Endeffekt am Laufband, bei Fitnesstests und in anderen Formen ärztlich gemessen wird und einen elementaren aber nicht ganz so entscheidenden Punkt für die Aufnahme in die Pilotenausbildung darstellt. Wer auf Stress oder Beunruhigung ebenfalls in irgendeiner Art und Weise körperlich reagiert (Übelkeit, Bauchweh, etc.) kann sich ebenfalls nicht als zukünftiger Pilot zählen. Auch das Alter und somit auch das körperliche Alter ist maßgeblich: Die meisten Fluglinien nehmen Leute bis höchstens 27 auf. Wer darüber ist, oder aufgrund zum Beispiel ungesunder Lebensweise auf dem körperlichen Niveau eines Vierzigjährigen ist, kann sich getrost nach anderen Jobs umschauen, oder sollte zuerst ein paar Monate mit Besuchen im Fitnesscenter verbringen, bevor er sich für die Pilotenausbildung anmeldet.
Die Ausbildung als Pilot setzt körperliche und geistige Fitness auf höchstem Niveau voraus.

Gleichzeitig ist der finanzielle Aspekt nicht zu unterschätzen. Für eine Ausbildung zum Flugzeugführer zahlt man oft Hunderttausende Franken. Wird man von einer Fluglinie angestellt zahlt man diese Ausbildungskosten später in Raten in Form eines kleineren Monatsgehalt zurück. Trotzdem ist der Kostenfaktor wohl noch der Geringste wenn es um den Job als Flugzeugführer geht. Nicht umsonst bewerben sich bei jedem Jobinserat hunderte junge Leute und tatsächlich aufgenommen werden zumeist nur ein paar Dutzend. Wer es allerdings schafft und den steinigen Weg bis zum Piloten meistert, dem stehen ein großartiger Arbeitsplatz, ein exzellentes Gehalt und internationale Jobchancen bevor.

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